Wie webt man einen frei stehenden Stoff?

Raumfalte ist ein Forschungsprojekt, welches sich dem Thema widmet, ein frei stehendes Gewebe, mit Hilfe der traditionellen Technik der Handweberei, zu entwickeln. Das Hauptanliegen ist, ein Textil zu entwerfen, welches allein auf Grund seiner Konstruktion und seines Materials, ohne zusätzliche Hilfestellung und ohne nachträgliche Bearbeitung, selbstständig stehen kann. Das Potenzial und die Grenzen der Handweberei werden dabei erforscht und weiterentwickelt.

Ein möglicher Anwendungsbereich könnte eine flexible, textile Innenwand oder ein Raumteiler sein, der architektonische mit textilen Qualitäten vereint. Man stelle sich einen Raum vor, der, an Stelle von Stein oder Beton, von textilen Wänden begrenzt wird. Stoffwände sind weich und reagieren auf ihre Umwelt. Sie sind licht- und geräuschdurchlässig. Fallen Lichtstrahlen durch die verwobenen Fäden, zeichnet sich ein textiler Schatten auf dem Boden ab. Textilien stehen dem menschlichen Körper näher, als andere Materialien. Sie wärmen und vermitteln Geborgenheit. Dies ist ein Grund, warum sie häufig im Innenraum eingesetzt werden. Gleichzeitig können Textilien die Raumakustik positiv beeinflussen, indem sie Schall absorbieren und so störende Geräusche dämpfen. Darüber hinaus sind sie sehr leicht und flexibel und können folglich mühelos bewegt oder verstaut werden. Das Gewebe aus Nylon, Edelstahldraht und PMMA-Stäben entstand in Zusammenarbeit mit Maria Rakel.



Partner/ Support

Stfi Chemnitz (Sächsisches Textilforschungsinstitut e.V.)

Deutsche Basallt Faser GmbH

Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt e. V. (DLR)

Maria Rakel

Back to overview